Die regionale Bedeutung des Sechstagekriegs
Neue Studie von Martin Beck/ GIGA - Vierzig Jahre Sechstagekrieg: Strukturelle Prägekraft für den Nahen Osten
Martin Beck
GIGA-Focus Juni 2007

Martin Beck zeigt in einer Studie des IMES die regionale Bedeutung des Sechstagekrieges auf und hält fest: 

  • Kaum ein anderes Ereignis im 20. Jahrhundert hatte einen so tiefen und nachhaltigen
    Einfluss auf die regionalen Strukturen des Nahen Ostens. Auch zu Beginn des
    21. Jahrhunderts lassen sich die Entwicklungen im israelisch-arabischen Konflikt
    und wesentliche Aspekte der Politik in Israel, der arabischen Welt und deren Beziehungen
    zum Westen nicht ohne Berücksichtigung der israelischen Kampagne im
    Juni 1967 erklären.
  • In den drei Teilkriegen, die Israel gegen Ägypten, Syrien und Jordanien führte, eroberte
    es die Sinaihalbinsel und den Gazastreifen, die Golanhöhen sowie das Westjordanland
    inklusive Ostjerusalem. Der Umgang mit den eroberten Gebieten umfasste
    in der Folgezeit so unterschiedliche Politiken wie Rückgabe im Austausch für
    formalen Frieden bis hin zu systematischer Besiedlung und Annexion. In jedem Fall
    wurden dabei die geopolitischen Realitäten im Nahen Osten nachhaltig verändert.
  • Der Krieg prägte die Identitäten der beteiligten Staaten und Nationen sowie der
    arabischen Nachbarn nachhaltig. Israel gewann ein völlig neues Selbstbewusstsein,
    aber auch die palästinensischen Akteure entwickelten infolge des Krieges ein anderes
    Selbstverständnis. In der arabischen Welt wurden die Grenzen zwischen revolutionären
    und pragmatisch-konservativen Akteuren sowie das Verhältnis zu den
    USA und zum Westen neu definiert.


Die gesamte Studie findet sich hier


Vom diAk herausgegebene Vierteljahresschrift

Die kleine Geschichte des israelisch-palästinensichen Konfliktes