Vom 31.10. - 02.11.2008 in der Evangelischen Akademie Arnoldshain
Der Iran ist in den letzten Jahren neu ins Zentrum der internationalen Aufmerksamkeit gerückt. Eine der schwerwiegendsten Folgen der US-Invasion im Irak war der regionale Machtgewinn Irans. Der Streit um das iranische Atomprogramm und Muskelspiele am Persischen Golf nähren die Befürchtung nach einem neuen regionalen Krieg. Im Iran ist nach Jahren gescheiterter Reformbemühungen mit Ahmadinedschad ein Hardliner im Amt des Präsidenten, der den Holocaust leugnet und das Ende des israelischen Staates postuliert. In Israel - dem zu Schahzeiten engen Verbündeten - weckt das iranische Streben nach Atomenergie Urängste einer existenziellen Bedrohung. Durch die engen Beziehungen zu Syrien und die Unterstützung regionaler Akteure wie der schiitischen Hisbollah oder der palästinensischen Hamas ist iranische Politik direkt mit den Entwicklungen in Nahost verknüpft. Auf der Tagung sollen diese Verbindungen und die iranischen Interessen in Nahost thematisiert werden. Dazu zählt eine realistische Bedrohungsanalyse ebenso wie der differenzierte Blick auf den Iran: Welche Wahrnehmungen, welche Klischees über Iran sind im Umlauf? Wie sind die israelischen und iranischen Atomprogramme einzuschätzen, welche Rolle spielt die US-Administration im Umgang mit Iran? Wie geht es im Iran weiter und wie sollte die internationale Gemeinschaft mit dem Iran umgehen?
Unter folgender Adresse kann man sich online für das Seminar anmelden:
http://www.evangelische-akademie.de/tagungen.html